Ahorn-Runzelschorf: Pilzkrankheit | Behandlungsanleitung
Rhytisma spp. sind Pilze, die die sogenannte Teerfleckenkrankheit bei Ahornbäumen verursachen. Die Infektion beginnt meist im späten Frühjahr mit kleinen, gelblichen Flecken, die im Sommer nachdunkeln und sich zu erhabenen, schwarzen, glänzenden „teerartigen“ Krusten entwickeln. Bei starkem Befall kann es zu vorzeitigem Laubfall kommen, jedoch nehmen die Bäume selten ernsthaften Schaden – es handelt sich primär um ein ästhetisches Problem. Der Erreger überwintert im Falllaub, aus dem im Frühjahr Sporen freigesetzt werden. Am häufigsten betroffen sind der Spitzahorn (Acer platanoides), der Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und der Feldahorn (Acer campestre) sowie weitere Ahornarten.
Was ist Ahorn-Runzelschorf?
Ahorn-Runzelschorf ist ein pilzbedingt Zustand mit mittel Schweregrad, der Pflanzen befällt. Rhytisma spp. sind Pilze, die die sogenannte Teerfleckenkrankheit bei Ahornbäumen verursachen. Die Infektion beginnt meist im späten Frühjahr mit kleinen, gelblichen Flecken, die im Sommer nachdunkeln und sich zu erhabenen, schwarzen, glänzenden „teerartigen“ Krusten entwickeln. Bei starkem Befall k...
Ahorn-Runzelschorf ist eine pilzbedingt Krankheit mit mittel Schweregrad. Dieser Zustand ist ansteckend und kann sich zwischen Pflanzen ausbreiten.
Im Gegensatz zu bakteriellen Infektionen breitet sich Ahorn-Runzelschorf langsam aus, ist aber schwerer zu bekämpfen. Ohne Behandlung erholen sich betroffene Blätter nicht. Ohne Isolierung können benachbarte Pflanzen innerhalb von Tagen infiziert werden.
🧪 Natürlich vs. chemisch: Welche Behandlung hilft gegen Ahorn-Runzelschorf?
🌱 Natürliche Lösungen
- ✓ Harken und entfernen Sie das Falllaub im Herbst und frühen Frühjahr regelmäßig; entsorgen Sie es über den Grünschnitt oder kompostieren Sie es nur in Heißkompostanlagen, lassen Sie es keinesfalls über Winter unter dem Baum liegen.
- ✓ Führen Sie leichte Auslichtungsschnitte durch, damit die Krone nach Regenfällen schneller abtrocknet.
- ✓ Wässern Sie direkt am Boden und vermeiden Sie das Benetzen der Blätter.
- ✓ Tragen Sie nach dem Harken des Laubs 3–5 cm frischen Mulch auf, um das Aufspritzen von Sporen aus dem Boden zu reduzieren.
- ✓ Pflanzen Sie nach Möglichkeit weniger anfällige Ahornsorten an gut belüfteten und sonnigen Standorten.
- ✓ Verwenden Sie in Risikoperioden zugelassene Biopräparate auf Basis von Bacillus subtilis oder B. amyloliquefaciens zur Blattbehandlung.
💉 Chemische Lösungen
- ✓ Bei starkem, jährlich wiederkehrendem Befall an wertvollen Exemplaren können im frühen Frühjahr präventive Behandlungen mit Kupferpräparaten (Kupferoxychlorid oder Kupferhydroxid) oder Schwefel durchgeführt werden – vom Stadium des Knospenschwellens bis zur Blattentfaltung, bei regnerischem Wetter ggf. mit einer Wiederholung nach 10–14 Tagen.
- ✓ Vermeiden Sie Spritzungen bei großer Hitze und führen Sie vorab einen Test an einem kleinen Teil der Krone durch, um Phytotoxizität auszuschließen.
🛡️ Wie beugt man Ahorn-Runzelschorf vor?
TLDR: Ahorn-Runzelschorf mit 6 wesentlichen Pflegemaßnahmen vorbeugen. Regelmäßige Kontrollen sind der Schlüssel zur Früherkennung.
- ✓ Entfernen Sie jedes Jahr im Herbst das gesamte abgefallene Ahornlaub unter dem Baum.
- ✓ Sorgen Sie durch regelmäßige, leichte Rückschnitte für eine gute Durchlüftung der Krone.
- ✓ Vermeiden Sie es, die Blätter beim Gießen zu benetzen.
- ✓ Bringen Sie nach dem Entfernen des Laubs eine dünne Mulchschicht aus, um das Aufspritzen des Erregers zu begrenzen.
- ✓ Vermeiden Sie eine Überdüngung mit Stickstoff, da üppiges, weiches Gewebe anfälliger für Infektionen ist.
- ✓ Kontrollieren Sie junge Blätter im Mai und Juni; sollten Symptome gehäuft auftreten, planen Sie Präventivmaßnahmen für die nächste Saison.
🔗Verwandte Krankheiten

Rost
Rostpilze (Pucciniales) sind Pilzkrankheiten, die auf Blättern, Stängeln oder Früchten rostfarbene, meist orange bis braune Pusteln mit pudrigem Sporenstaub bilden. Typisch sind kleine Flecken, die zu Kissen oder Ringen werden; Blätter vergilben, rollen sich ein und fallen früh ab. Die Pilze breiten sich vor allem bei feuchtem Wetter und dichtem Laub aus. Viele Zier- und Nutzpflanzen sind betroffen, häufig z. B. Rosen, Malven (Stockrosen), Birnen (Birnengitterrost) und Johannisbeeren. Manche Rostpilze benötigen zwei Wirtspflanzen für ihren Lebenszyklus, etwa Birne und bestimmte Wacholderarten.

Kirschen-Hexenbesen
Taphrina wiesneri ist eine Pilzerkrankung bei Kirschen (Prunus-Arten, einschließlich Süß-, Sauer- und Zierkirschen). Der Pilz überwintert in Knospen und Rinde und infiziert junge Blätter und Triebe bei kühlem, feuchtem Frühlingswetter. Frühe Blätter werden dick, runzelig und gekräuselt, oft mit rötlichen oder gelben Flecken und einem feinen weißlichen Belag auf der Oberfläche. Stark befallene Blätter können vorzeitig abfallen. Kleine Zweige können dichte Büschel aus schwachen, deformierten Trieben bilden (Hexenbesen).

Echter Mehltau
MittelEchter Mehltau ist eine weit verbreitete Pilzkrankheit, die durch verschiedene Pilzarten verursacht wird, darunter Erysiphe, Podosphaera, Oïdium und Leveillula. Sie befällt weltweit über 10.000 Pflanzenarten. Die Krankheit gedeiht in warmen, trockenen Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit und zeigt sich als charakteristischer weißer Puderbelag auf Pflanzenoberflächen.

Wurzelfäule
HochWurzelfäule ist eine schwerwiegende Pilzkrankheit, die das Wurzelsystem von Pflanzen befällt und zum Verfall und Absterben führt. Sie wird hauptsächlich durch Überwässerung, schlechte Drainage oder bodenbürtige Pilze wie Pythium, Phytophthora, Rhizoctonia und Fusarium verursacht. Die Krankheit gedeiht unter Staunässebedingungen, bei denen die Wurzeln mit Sauerstoff unterversorgt sind und dadurch anfällig für Pilzinfektionen werden.