Rosen vermehren durch Stecklinge: Welchen Zweig schneiden und in welchem Monat
Der richtige Zweig ist der, der gerade verblüht ist und an der Basis bereits fest ist. Erfahre, wo du schneiden musst, warum Stecklinge schwarz werden und welche Zeiträume funktionieren.
Um Rosen über Stecklinge zu vermehren, schneide einen 15 bis 20 cm langen Trieb ab, der gerade verblüht ist und an der Basis bereits fest ist. Entferne die Blätter der unteren Hälfte und setze den Basisschnitt direkt unterhalb eines Knotens an, also jener verdickten Stelle, an der die Blätter entspringen. Stecke 5 cm dieses Zweigs in feuchten groben Sand oder Perlit ganz ohne Dünger, decke den Topf ab und stelle ihn an einen hellen Ort ohne direkte Sonne. Die Wurzelbildung dieses Triebstücks, das man Steckling nennt, dauert 6 bis 8 Wochen.
Zwei Dinge entscheiden über den Erfolg: der Zustand des Zweigs und der Monat. Ein grüner, weicher Zweig welkt, bevor er Wurzeln schlägt. Ein alter, harter Zweig bildet keine Wurzeln. Und in Brasilien gibt es zwei Zeitfenster im Jahr, da es sich um zwei verschiedene Arten von Stecklingen handelt.
Kurze Zusammenfassung:
Der richtige Zweig biegt sich zu einem Bogen, ohne zu brechen und ohne gummiartig nachzugeben. Der optische Hinweis ist die verwelkte Blüte oder die beginnende Hagebuttenbildung an der Spitze.
Der entscheidende Schnitt ist der an der Basis, direkt unterhalb eines Knotens. Der Winkel der Klinge ist ein Detail, der Knoten ist es nicht.
Das Bewurzelungssubstrat, also das Material im Topf des Stecklings, enthält keinen Dünger, keinen Humus und keinen Mist. Grober Sand, Perlit oder verkohlte Reishülsen.
Ein Steckling, der sich innerhalb weniger Tage von der Basis aufwärts dunkel verfärbt, ist nicht verdurstet: Es ist ein Pilz, und er muss sofort aus dem Topf entfernt werden.
Welchen Zweig der Rose schneiden
Der Trieb, der Wurzeln schlägt, ist halbverholzt: einer, der in dieser Saison gewachsen ist, sein Längenwachstum bereits eingestellt hat und genau zwischen weichem Trieb und harter, grauer Rute liegt.
Der Beratungsdienst der Iowa State University beschreibt diesen Zeitpunkt anhand von drei Merkmalen: Das Material muss fest sein, ausgewachsene Blätter tragen und gerade erst verholzt sein. Der Beratungsdienst der North Carolina State University liefert den Hinweis, den du schon vom anderen Ende des Gartens aus erkennst: Der geeignete Zweig trägt an der Spitze meist eine verblühte Blüte oder eine Frucht, die sich gerade erst bildet.
Der Zweig, der gerade verblüht ist, ist der richtige Zweig für den Steckling. Der neue Austrieb, der erst noch blühen wird, und der zweijährige Ast ganz unten taugen nicht.
Teste es einfach von Hand, ganz ohne Geräte. Biege den Zweig zu einem Bogen:
Wenn er sich biegt und wie Gummi zurückfedert und der Fingernagel mühelos die Rinde eindrückt, ist es noch ein junger Trieb. Die University of Georgia nutzt diesen Fingernageltest, um krautige Triebe von halbverholzten zu unterscheiden. Weiche Triebe verlieren schneller Wasser, als sie aufnehmen können, und welken, bevor sie Wurzeln schlagen.
Wenn er knackt, splittert oder sich gar nicht biegen lässt, ist es altes Holz. Die Rinde ist bereits dick und die Zellen, die Wurzeln bilden, liegen zu tief unter der Oberfläche.
Wenn er einen festen Bogen bildet und unversehrt zurückfedert, ist das dein Steckling.

Bleistiftdicke ist ein guter Richtwert für Gartenrosen. Bei kleinblütigen Rosen ist der passende Trieb dünner, und der Bogentest gilt weiterhin.
Es gibt brasilianische Untersuchungen dazu, von welchem Teil der Pflanze man schneiden sollte. Zanão und Kollegen testeten Kopfstecklinge im Vergleich zu Stecklingen aus dem mittleren Triebabschnitt bei Topfrosen der Sorte Yellow Terrazza, mit drei Substraten und zehn Wiederholungen, und veröffentlichten das Ergebnis in der Fachzeitschrift Ornamental Horticulture (Bd. 22, Nr. 1, 2016). Der Kopfsteckling brachte Jungpflanzen von besserer Qualität hervor als der Steckling aus der Mitte. Wähle also beim selben Zweig bevorzugt die Spitze.
Rosen durch Stecklinge vermehren Schritt für Schritt
Schneide am frühen Morgen, bevor die Sonne auf die Pflanze trifft. Das ist eine Empfehlung aus North Carolina und hat einen Grund: Der Zweig hat dann den höchsten Wasservorrat des Tages, und der Steckling muss die kommenden Wochen ohne Wurzeln auskommen, um Wasserverluste auszugleichen.
Lege vorher Schere, einen Topf mit Abzugsloch, Substrat und eine durchsichtige Plastiktüte bereit. Ein Steckling, der auf dem Arbeitstisch antrocknet, bevor er in die Erde kommt, startet bereits mit Flüssigkeitsverlust.
Zieh Handschuhe an. Die Stacheln der Rose, die man im Alltag oft Dornen nennt, reißen leicht die Haut auf, und eine verletzte Hand behindert jeden weiteren Schritt.
Schneide den Trieb direkt über einem Knoten ab. Dieser Schnitt dient der Mutterpflanze, nicht dem Steckling: Durch den Schnitt dicht am Knoten hinterlässt du keinen toten Zapfen.
Schneide die Basis des Stecklings direkt unterhalb eines Knotens nach, mit schräg gehaltener Klinge. Der schräge Schnitt vergrößert die Fläche zur Wasseraufnahme. Verzichtbar ist vieles, der Knoten aber nicht, denn genau dort entspringen die Wurzeln.
Kürze den Steckling auf 15 bis 20 cm und schneide die verwelkte Blüte bis zum ersten Blattpaar ab.
Entferne die Blätter der unteren Hälfte und belasse ein bis zwei Blätter an der Spitze. Die verbleibenden Blätter liefern die Hormone für die Wurzelbildung; Blätter, die im Substrat landen, faulen.
Schabe 1 bis 2 cm an der Basis ab, auf der dem letzten Knoten gegenüberliegenden Seite, indem du nur die äußere Rindenschicht abkratzt. Die darunterliegende Schicht ist diejenige, die Wurzeln erzeugt.
Trage Bewurzelungshormon an der Basis auf. Wenn es sich um ein Pulver handelt, tauche die Basis hinein und schüttle den Überschuss ab; ist es flüssig, tauche sie für wenige Sekunden ein. Für halbverholzte Stecklinge empfiehlt Georgia Auxin, das Hormon, das die Wurzelbildung anregt, in einer Konzentration von 1.000 bis 3.000 ppm und maximal 5.000 ppm. Das ist der typische Bereich von Bewurzelungspulvern für den Gartenbedarf. Brasilianische Schnittrosen-Baumschulen verwenden routinemäßig Auxin auf Talkumbasis für Stecklinge.
Setze ihn 5 cm tief in bereits angefeuchtetes und gut abgetropftes Substrat und drücke das Material rund um die Basis fest.
Das gleiche Schnittprinzip gilt auch für andere Pflanzen mit halbverholztem Stängel. Bei der Wachsblume ist die Schnittstelle ebenfalls der Knoten, und Bewurzelungshormon verändert die Dauer, nicht das Endergebnis.
Ein Steckling pro kleinem Topf verhindert, dass ein Problem bei einem Trieb auf die Nachbarn überspringt. Falls du einen größeren Topf verwendest, lasse Abstand dazwischen, damit die Luft zirkulieren kann.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um in Brasilien Rosenstecklinge zu machen?
Es gibt zwei Zeitfenster pro Jahr, und jedes erfordert einen anderen Zweigtyp. Die gesamte Fachliteratur dazu stammt aus der Nordhalbkugel, daher sind die folgenden Monate bereits auf den brasilianischen Kalender umgerechnet.
Stecklingstyp | Zustand des Zweigs | Wann, in Brasilien |
|---|---|---|
Halbverholzt | In dieser Saison gewachsen, Längenwachstum beendet, mit Blättern und verwelkter Blüte | Von Mitte Januar bis April, im Spätsommer und Frühherbst |
Verholzt und ruhend | Aus dem Vorjahrestrieb, ohne Blätter, Pflanze im Ruhezustand | Von Mai bis August, im Herbst und Winter |
Der halbverholzte Steckling ist laut der Extension der Iowa State University der einfachste Weg für alle, die Stecklinge zu Hause ziehen. Die dortige Quelle schneidet diesen Zweig von Mitte Juli bis Herbstanfang, was in Brasilien Mitte Januar bis April entspricht.
Der verholzte Steckling wird aus dem Zuwachs des Vorjahres geschnitten, während sich die Pflanze in der Vegetationsruhe befindet. Die Quelle aus North Carolina äußert sich hierzu am deutlichsten: Bei Rosen lassen sich zwar zu jeder Jahreszeit Stecklinge schneiden, der beste Anwachserfolg wird dort jedoch mit Stecklingen erzielt, die man zwischen November und Februar schneidet, was in Brasilien in die Zeit von Mai bis August fällt.
Dein Wohnort ändert die Empfehlung:
Höhenlagen im Süden und Südosten: Beide Zeitfenster funktionieren. Die Rose verliert Blätter und legt im Winter eine echte Ruhepause ein, daher ist der verholzte Steckling im Juni und Juli eine echte Option.
Nordosten und Norden: Es gibt keine echte Winterruhe, und die Rose verliert durch Kälte nie ihr Laub. Halte dich an das Zeitfenster für halbreife Stecklinge. Vermeide den Höhepunkt der Regenzeit aus dem Grund, der im Abschnitt über die Schwarzbeinigkeit beschrieben wird.
Das Datum im Kalender ist nur ein Anhaltspunkt. Was wirklich zählt, ist der Zustand des Triebs an deiner Pflanze, heute: Befindet er sich im Stadium des festen Bogens, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Das Ende der Blüte vor dem Schnitt abzuwarten, gilt auch für andere Topfpflanzen: Bei der Kalanchoe nimmt man Stecklinge von Trieben nach der Blüte und nicht von blühenden Stängeln.
Das Substrat: Das Wasser muss ablaufen können, der Steckling braucht keine Nährstoffe
Das Bewurzelungssubstrat ist das nährstoffärmste Material, das du je verwenden wirst.
Die University of Georgia sagt es deutlich: Das Vermehrungssubstrat muss steril, feinkörnig, frei von Unkrautsamen und ohne Dünger sein, da Dünger das Pflanzengewebe entwässert. Ein Steckling hat keine Wurzeln: Nichts dort kann Nährstoffe aufnehmen, und das Salz im Dünger entzieht dem Stängel das Wasser in die entgegengesetzte Richtung.
Was laut Quellen der landwirtschaftlichen Beratung funktioniert: grober Sand, Perlit und Vermiculit. In brasilianischer Fachliteratur empfiehlt die Embrapa Agroindústria Tropical verkohlte Reishülsen als Ersatz für Kokosfasermark bei der Rosenvermehrung, da der Verdacht besteht, dass das Kokosmark Pilze einschleppt.
Gartenerde funktioniert, ist aber die schlechteste Wahl auf der Liste: Sie ist schwer, hält zu viel Wasser und bringt oft Krankheiten mit sich. Wurmhumus und Mist gehören auf keinen Fall hinein.
Die andere Seite wurde in Brasilien untersucht. In der Studie von Zanão und Kollegen brachte unter den drei getesteten Substraten die Mischung aus tonigem Boden und kommerziellem Substrat im Verhältnis 1 zu 1 die besten Jungpflanzen hervor. Allerdings lief dieser Versuch in einem Folientunnel mit Schattiernetz und einer Topfsorte unter kontrollierter Bewässerung. Auf dem Balkon ohne Sprühnebelanlage wiegt das Risiko von Staunässe schwerer als der Nährstoffgewinn, weshalb dieser Ratgeber beim inerten, gut drainierenden Medium bleibt.
Zwei Zahlen aus dem Rosenpflege-Steckbrief gelten in dieser Phase überhaupt nicht: Gießen alle 7 Tage und Düngen alle 30 Tage sind Regeln für eingewurzelte Pflanzen im endgültigen Topf. Einen Steckling gießt man nicht nach Kalender, man wässert ihn, sobald das Substrat an der Oberfläche abzutrocknen beginnt, und ein Steckling erhält keinerlei Dünger, bis er angewachsen ist.
Die PET-Flasche hilft und schadet zugleich
Das Abdecken des Stecklings ist Pflicht. Ohne Wurzeln verliert er weiterhin Wasser über die Blätter und kann nichts nachliefern. Die Experten aus North Carolina lassen keinen Spielraum: Trocknet der Steckling während der Bewurzelung aus, stirbt er ab und lässt sich nicht mehr retten.
Dafür eignet sich eine abgeschnittene PET-Flasche, eine transparente Plastiktüte, die über Stäbe am Topfrand gespannt wird, oder ein durchsichtiger Plastikbehälter mit Deckel. Die Abdeckung bewirkt lediglich, dass die Luftfeuchtigkeit um das Blatt herum gehalten wird.
Das Problem ist, dass dieselbe Haube in der Sonne zum heißen Treibhaus wird. Und Hitze gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit ist exakt das Milieu, auf das Fäulnispilze an Stecklingen warten.
Daher lautet die Lichtregel bei allen drei Quellen gleich: heller Standort, keine direkte Sonne. Ein Balkon mit viel Licht, bei dem kein direkter Sonnenstrahl den Topf trifft. Weder Tiefschatten noch direkte Sonne.
Die Rose, die du gekauft hast, ist wahrscheinlich veredelt
In Brasilien bewurzelt die Baumschule einen Steckling einer robusten Unterlage, einer widerstandsfähigen Rose wie Rosa canina, Rosa chinensis oder Rosa indica, und führt danach die T-Okulation durch: Sie setzt ein Auge der Edelsorte in diese bereits bewurzelte Unterlage ein. So beschreibt es das Material zum Schnittrosenanbau der UNESP.
Die Rose in deinem Topf besteht unter Umständen aus zwei Pflanzen: Wurzeln von der einen Art, Blüten von der anderen.
Wo die Verbindungsstelle sitzt. Suche an der Stängelbasis nach einer Verdickung oder ringförmigen Narbe, fast immer direkt über dem Substrat. Ein weiterer Weg, sie zu erkennen: Wildtriebe, Austriebe, die unterhalb dieser Stelle wachsen, oft mit anders aussehenden Blättern und kleinen oder unscheinbaren Blüten. Sie stammen von der Unterlage. Baumschulen entfernen diese Triebe regelmäßig, da sie das Edelreis überwuchern und abtöten können.
Die praktische Konsequenz: Schneide den Steckling immer oberhalb der Veredelungsstelle. Ein Trieb von darunter vermehrt lediglich die Unterlage, und du pflegst zwei Jahre lang eine Rose, die du gar nicht haben wolltest.
Die Pflanze, die aus deinem Steckling heranwächst, ist eine wurzelechte Rose. Sie ist genetisch identisch mit dem oberen Teil der Mutterpflanze und besitzt nicht mehr das Wurzelsystem der Unterlage, genau das also, was die Baumschule eigentlich nutzen wollte. Der Verlust der Robustheit der Unterlage macht die Jungpflanze jedoch nicht unbrauchbar: In einem Versuch in Andradas, Minas Gerais, der die Sorten Tineke und Versília ein Jahr lang auf neun verschiedenen Unterlagen begleitete, kamen Pizetta und Pivetta zu dem Schluss, dass man bei beiden Sorten Jungpflanzen aus Stecklingen pflanzen kann. Stecklingsvermehrung ist der Fachbegriff für die Vermehrung über Stecklinge, die diese Anleitung beschreibt.
Und wenn die Rose aus dem Garten von Bekannten stammt, ohne Etikett und Herkunftsnachweis, bestimmt die Art den späteren Wuchs und die Blütezeit, die du erwarten kannst. Ein Foto mit Bloom klärt die Artbestimmung, und die App gibt es exklusiv für das iPhone.
Stecklinge schneiden, ohne die Mutterpflanze zu schädigen
Das Schneiden von drei oder vier Stecklingen schadet einer ausgewachsenen, gesunden Rose keineswegs. Entscheidend ist, wie du schneidest.
Schneide bündig, direkt über einem Knoten. Ein Zweigstummel zwischen Schnittstelle und Knoten trocknet ein, wird schwarz und fungiert als Eintrittspforte für Erreger.
Nimm Stecklinge nur von gesunden Pflanzen. Embrapa betont ausdrücklich: Vermehrungsmaterial darf ausschließlich von nachweislich gesunden Pflanzen entnommen werden. Triebe mit Flecken, vertrockneten Spitzen oder fallenden Blättern übertragen das Problem direkt auf den Steckling.
Reinige die Schere. Embrapa empfiehlt für Schneidwerkzeuge das Abwaschen mit einer zweiprozentigen Natriumhypochloritlösung, dem Wirkstoff herkömmlicher Bleichmittel. Für wiederverwendete Töpfe und Schalen rät Georgia zu 1 Teil Bleichmittel auf 9 Teile Wasser mit anschließendem Klarspülen.
Schneide nicht bei Regen oder an nassen Pflanzen.
Wunden am Stängel bilden das Einfallstor für das Bakterium des Wurzelkropfs, eine Rosenkrankheit, die Wucherungen an der Stängelbasis verursacht. Das gründliche Reinigen der Schere schließt diese Eintrittspforte.
Der Steckling wurde nach einer Woche schwarz: Was passiert ist
Wenn du Rosenzweige in die Erde gesteckt hast und alle nach wenigen Tagen schwarz geworden und eingegangen sind, war das kein Gießfehler. Es war ein Pilz.
Die Embrapa Agroindústria Tropical dokumentierte Stecklingsfäulen bei Rosen und Zwergrosen in Baumschulen in Ceará in der Technischen Mitteilung 129. Es handelt sich um drei Krankheitsbilder, und das Symptom, das du siehst, ist dasselbe:
Stecklingsfäule, verursacht durch den Pilz Lasiodiplodia theobromae. Er wird dort als die häufigste und zerstörerischste Infektion beschrieben, die in sämtlichen Zierpflanzenvermehrungsbetrieben des Bundesstaates verbreitet ist.
Rhizoctonia-Fäule, verursacht durch Rhizoctonia solani. Das Dokument benennt exakt die Bedingungen, unter denen sie schlagartig auftritt: Temperaturen zwischen 24 °C und 30 °C bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 60 % und 80 %. In diesem Bereich tötet der Pilz Dutzende von Stecklingen binnen weniger Tage, die Stängel verfärben sich rasch schwarz und die Blätter welken und sterben ab.
Cylindrocladium-Fäule, die laut demselben Dokument vor allem während der Regenperiode in Erscheinung tritt.

Der Temperaturbereich für Rhizoctonia von 24 °C bis 30 °C bei 60 % bis 80 % Luftfeuchtigkeit ist genau das, was eine geschlossene PET-Flasche an einem warmen Standort erzeugt. Die Abdeckung, die den Steckling vor dem Austrocknen schützt, kann ihn zusammen mit dem Pilz buchstäblich garen. Deshalb gehört der Topf an einen hellen, kühlen Ort und keinesfalls in die Sonne.
Was zu tun ist, wenn einer schwarz wird: Nimm den Steckling sofort aus dem Topf. Die Empfehlung von Embrapa lautet, jeden Steckling mit Schwarzfärbung unverzüglich zu entfernen, damit er nicht zur Infektionsquelle für die anderen wird. Entsorge ihn abseits des Gartens und verwende das Substrat nicht noch einmal.
Wie man erkennt, ob die anderen noch leben, ohne alle herauszuziehen. Grabe nach 4 bis 5 Wochen vorsichtig zwei oder drei Stecklinge aus und kontrolliere die Basis. Sind noch keine Wurzeln da, setze sie wieder ein: Solange Stängel und Blätter grün bleiben, ist der Steckling intakt und braucht vielleicht einfach länger. Ein weicher, schwarzer oder brauner Stängel zeigt an, dass dieser Trieb verloren ist.
Wenn Stecklinge faulen, bevor sich auch nur die Spur einer Wurzel zeigt, wiederholt sich dieses Muster bei anderen Arten, und die Fehleranalyse bei der Peperomie dient als guter Vergleich. Liegt das Problem an der Mutterpflanze und nicht am Steckling, lohnt es sich, die Ursache anhand von 3 Fragen zu ermitteln, bevor du überhaupt zur Schere greifst.
Rosenstecklinge im Wasserglas und Rosenstecklinge in der Kartoffel
Beide Methoden kursieren häufig, verlangen aber unterschiedliche Antworten.
Im Wasser. Einige Pflanzen wurzeln problemlos im Wasser, und die Empfehlung aus Georgia für alle, die es probieren möchten, lautet: sauberes Gefäß, zimmertemperiertes Wasser und ein Wasserwechsel alle 3 bis 5 Tage. Das Problem bei Rosen ist ihr verholzender Stängel, und alle Vorgaben universitärer Beratungsstellen für das Bewurzelungsmedium verlangen das genaue Gegenteil von stehendem Wasser: Das Medium muss ablaufen, weshalb grober Sand, Perlit und Vermiculit empfohlen werden. Wenn du es testen willst, nimm einen zusätzlichen Steckling und greife nicht auf diejenigen zurück, die bereits im Substrat stehen. Ein genauerer Vergleich zwischen Wasser und Substrat findet sich bei der Vermehrung von Kroton, der in beiden Medien wurzelt.
In der Kartoffel. Das hat bisher niemand wissenschaftlich nachgemessen. Die Methode wird bei keiner universitären Beratungsstelle, in keiner brasilianischen Fachpublikation für Zierpflanzenbau und in keiner begutachteten Studie über Rosenvermehrung beschrieben. Es gibt weder Messungen dafür noch dagegen, daher behauptet dieser Leitfaden weder, dass die Kartoffelmethode funktioniert, noch, dass sie scheitert.
Was sich jedoch klar festhalten lässt, sind die beiden Kernanforderungen der Fachquellen an das Medium für die Stecklingsbasis: Es muss gut drainieren und frei von Krankheitserregern sein. Eine rohe, feuchte Knolle voller Stärke, die direkt an der frischen Schnittwunde anliegt, drainiert nicht, und niemand garantiert ihre Keimfreiheit.
Zudem treibt auch die Kartoffel selbst aus. Wenn du es ausprobieren möchtest, mache das in einem separaten Topf abseits der anderen.
Vom Steckling zum endgültigen Pflanztopf
Sobald sich Wurzeln gebildet haben, durchläuft die Jungpflanze noch zwei Schritte, bevor sie ins Beet wandert.
Abhärtung. Sobald die Wurzeln voll entwickelt sind, öffne die Abdeckung über mehrere Tage hinweg schrittweise, ohne die Jungpflanze welken zu lassen, und nimm sie danach ganz ab. Pflanzen, die unter hoher Luftfeuchtigkeit herangewachsen sind, erschlaffen sofort, wenn sie schlagartig trockener Raumluft ausgesetzt werden.
Eintopfen. Setze jede Jungpflanze in einen eigenen Topf mit normaler Pflanzerde. Erst jetzt kommt zum ersten Mal Dünger ins Spiel, denn nun sind Wurzeln vorhanden, die ihn aufnehmen können.
Auspflanzen. Der Beratungsdienst in Iowa pflanzt die Jungpflanzen im Frühherbst ins Freiland und rät dazu, sie 1 bis 2 Jahre weiter zu kultivieren, bevor sie an ihren endgültigen Platz kommen. Für einen im brasilianischen Spätsommer geschnittenen Steckling bedeutet das ein Einpflanzen um April und Mai, wobei das endgültige Beet im zweiten Jahr folgt.
Rosen sind Vollsonnenpflanzen; ihr endgültiger Standort benötigt daher mindestens 6 Stunden direkte Sonne pro Tag, sei es im Freilandbeet oder im großen Kübel. In Innenräumen gedeihen sie nicht.
Die erste Blüte der Jungpflanze stellt sich meist erst ein, sobald die Pflanze eine kräftige Struktur aufgebaut hat, nicht schon im ersten Monat. Eine wurzelechte Rose startet mit der Größe des Stecklings, während eine fertig gekaufte Veredelung die Baumschule bereits mit fertig entwickeltem Wuchs verlässt.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange braucht ein Rosenzweig zum Bewurzeln? 6 bis 8 Wochen ist der Zeitraum, den der Beratungsdienst der Iowa State University für die meisten sommergrünen Gehölze bei halbverholzten Stecklingen angibt. Kontrolliere zwei oder drei Stecklinge zwischen der vierten und fünften Woche. Solange Stängel und Blätter grün bleiben, ist der Steckling lebensfähig, selbst wenn noch keine Wurzeln sichtbar sind.
Wie vermehre ich eine Rose aus einem Blumenstrauß? Die Erfolgschancen sind gering. Der Stiel aus dem Strauß wurde Tage zuvor geschnitten, stammt von einer reinen Schnittrosensorte und kommt meist komplett entblättert an. Die Fachquellen verlangen frisch ausgereiftes Holz mit intakten Blättern an der Spitze, das nicht ausgetrocknet ist, Eigenschaften, die einer Straußrose fehlen. Wenn du es versuchen willst, wähle den festesten Stiel und behandle ihn wie einen gewöhnlichen Steckling.
Kann man eine Rose ohne Wurzeln einpflanzen? Genau das geschieht bei der Stecklingsvermehrung: Du steckst ein wurzelloses Stängelstück in die Erde, und es bildet eigene Wurzeln. Was nicht funktioniert, ist das Einpflanzen der Blüte. Die Wurzeln entspringen dem Knoten des Stängels, daher muss der Steckling mit mindestens einem Knoten eingegraben werden.
Wie schneidet man Rosen für Stecklinge? Mit zwei Schnitten für zwei verschiedene Zwecke. Der erste Schnitt erfolgt direkt über einem Knoten und schont die Mutterpflanze: Er hinterlässt keinen toten Zapfen. Der zweite Schnitt erfolgt an der Basis des Stecklings direkt unterhalb eines Knotens mit schräg gehaltener Klinge. Saubere Schere, am frühen Morgen und mit Handschuhen.
Braucht man Bewurzelungshormon? Es ist nicht zwingend erforderlich, erhöht jedoch die Erfolgsquote der Stecklinge und verkürzt die Dauer. Für halbverholzte Stecklinge liegt der empfohlene Bereich bei 1.000 bis 3.000 ppm Auxin. Das entspricht handelsüblichen Bewurzelungspulvern und wird in brasilianischen Rosenbaumschulen routinemäßig angewandt.
Erste Schritte
Geh zu deiner Rose und suche nach einem Zweig mit verwelkter Blüte oder Fruchtansatz. Biege ihn zu einem Bogen. Federt er stabil zurück, ohne zu knacken und ohne sich gummiartig weich anzufühlen, schneide 15 bis 20 cm ab, entferne die unteren Blätter, setze den Basisschnitt direkt unter einem Knoten an und stecke ihn 5 cm tief in feuchten groben Sand. Decke ihn ab, stelle ihn an einen hellen Ort ohne direkte Sonne und schau vor der vierten Woche nicht mehr nach.
Wenn du nicht weißt, welche Rose du zu Hause hast, oder wenn die Pflanze, die du vermehren möchtest, von allein im Garten gewachsen ist, lässt sich die Art bestimmen, indem du Blatt und Blüte mit Bloom fotografierst, erhältlich für das iPhone.
Quellen
Iowa State University Extension, How to Propagate Roses, überarbeitet im Februar 2025.
Iowa State University Extension, Propagation of Deciduous Trees and Shrubs from Semi-Hardwood Cuttings, überarbeitet im Oktober 2022.
NC State Extension, Beaufort County, Gene Fox, How Do I Propagate Roses From Clippings?, 11. Januar 2024.
University of Georgia Extension, Bulletin 1553, Bodie V. Pennisi, Sheri Dorn und Sarah Sawyer, Starting Plants From Cuttings for the Home Gardener.
Freire, F. C. O. und Viana, F. M. P. Podridões em Estacas de Roseira, Minirrosa e Mussaendra no Estado do Ceará. Embrapa Agroindústria Tropical, Comunicado Técnico 129, Fortaleza, Oktober 2007.
Zanão, M. P. C., Zanão Júnior, L. A., Grossi, J. A. S., Vanzella, E. und Villa, F. Região de retirada da estaca e substrato na propagação vegetativa de roseira de vaso. Ornamental Horticulture, Bd. 22, Nr. 1, S. 58–62, 2016.
Pizetta, P. U. C. und Pivetta, K. F. L. Produtividade de cultivares de roseira sobre diferentes porta-enxertos ou provenientes de estaquia. Revista Brasileira de Horticultura Ornamental, Bd. 11, Nr. 1, 2005.
Galeriani, T. M. Anbau von Schnittrosen. Revista Agronomia Brasileira, UNESP/FCAV.
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